Über Olivenholz

Olivenholz

Der Olivenbaum stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist seit ca. 7000 Jahren bekannt. Schon in der Antike war sein Holz sehr gefragt und man verwendete es viel, unter anderem im Schiffbau. Auch schon zu dieser Zeit wurde dieses Holz, wie später durch alle Jahrhunderte für Küchenutensillien verwendet. Es ranken sich viele Mythen um diesen wunderbaren Ölbaum. Seine Zweige stehen z.B. als Symbol für den Frieden. Der Olivenbaum wird, auch heute noch, in den südlichen Ländern als etwas Besonderes verehrt, weil Gott ihn mit so vielfältigen Gaben gesegnet hat: er ist zugleich Frucht, Öl und Holz. Man schätzt ihn als Lebensquelle, nicht zuletzt da sein Öl sehr wertvoll für unseren Körper ist und betrachtet ihn mit Ehrfurcht.

Das Olivenholz ist eines der härtesten Hölzer der Welt. Seine extreme Härte ist sonst nur noch bei außereuropäischen Hölzern, wie z.B. Ebenholz, zu finden. Ölbäume werden, mit einem Alter von bis zu 2000 Jahren, sehr alt. Sie wachsen sehr langsam und stellen wenig Ansprüche. Auch z.B. auf sehr kargem, ausgetrocknetem Boden in der Hitze Nordafrikas gedeiht der Olivenbaum prächtig. Kein anderes Holz in Europa reicht an die Besonderheiten des Olivenholzes heran. Durch das langsame Wachstum und die extremen klimatischen Bedingungen, denen er ausgesetzt ist, bilden sich über die vielen Jahrhunderte seines Lebens die außergewöhnlich hohe Dichte und die wunderschöne Maserung, die sein Holz so auszeichnen. In der außergewöhnlichen Maserung lassen sich oft die vielfältigsten Figuren und Bilder erkennen, welche die Phantasie so grenzenlos anregen.

Erst wenn ein Baum am Ende seines Lebens keine Früchte mehr trägt, meist ist er dann bis zu 500 Jahre alt, wird er für den Holzhandel freigegeben. Er wird dann gefällt und seine Wurzel ausgegraben, die ansonsten immer sprießen würde. Für die Verarbeitung des extrem harten Holzes werden spezielle Schneidewerkzeuge benötigt, wie man sie sonst nur in der Metallverarbeitung findet. Das Holz muss lange trocknen und lagern, bevor man es weiterverarbeiten kann. Aufgrund seiner feinporigen Beschaffenheit ist das Olivenholz sehr hart und schwer. Nach sorgfältiger Bearbeitung weist es sehr glatte, dezent glänzende Oberflächen auf.

Dank der hohen Dichte (enge Poren) nimmt das Holz keine Gerüche an. Es verursacht keine Kratzer und schützt so Antihaftbeschichtungen. Durch den hohen Ölgehalt ist es resistent gegenüber Säuren, heißem Fett, kann Geschirrspülmittel vertragen und bleibt lange schön, wenn es nicht in die Spülmaschine kommt. Das Alter und die wunderschöne Maserung dieses exklusiven Holzes machen aus einfachen Gebrauchsartikeln wertbeständige Unikate.Auch bei einer intensiven Nutzung behält es seine wundervolle Maserung bei. Die Pflege des vollkommen naturbelassenen Holzes ist einfach: es sollte regelmäßig – je nach Gebrauch – mit etwas Olivenöl eingerieben werden.

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